Regional Nachrichten

Lingemann-Gymnasium wird „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

today30. April 2026 25

Hintergrund

Das Lingemann-Gymnasium in Heilbad Heiligenstadt trägt künftig den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Mit der Aufnahme in das bundesweite Netzwerk setzt die Schulgemeinschaft ein deutliches Zeichen für Respekt, Vielfalt und ein solidarisches Miteinander. Voraussetzung für die Aufnahme ist, dass sich mindestens 70 Prozent aller Menschen an der Schule freiwillig dazu verpflichten, sich aktiv gegen Diskriminierung, Mobbing und jede Form von Menschenfeindlichkeit einzusetzen. Dieses Ziel wurde am Lingemann-Gymnasium mit einer Zustimmung von 84 Prozent deutlich übertroffen. Damit bekennt sich die Schule nicht nur symbolisch zu einer klaren Haltung, sondern übernimmt auch Verantwortung dafür, das Thema im Schulalltag immer wieder konkret aufzugreifen.

Die Initiative wurde von engagierten Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und weiteren Beteiligten innerhalb der Schule mit großem Einsatz vorangetrieben. Unterstützt wird das Projekt durch Paten, die der Initiative nach außen ein Gesicht geben: Kai Majer, der 1. SC 1911 Heiligenstadt sowie die Villa Lampe stehen dem Gymnasium zur Seite.

Schülersprecherin Anna Aspesi betont, dass es sich nicht nur um einen Titel, sondern um einen Anspruch handelt: Schule solle ein Ort sein, an dem sich alle sicher fühlen und niemand wegen Herkunft, Religion oder Aussehen ausgegrenzt wird. Auch Projektpate Kai Majer hebt hervor, dass es gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spaltung wichtig sei, Haltung zu zeigen und diese auch im Alltag sichtbar werden zu lassen.

Lehrerin Katharina Linnemeyer, die das Projekt maßgeblich mit vorangetrieben hat, unterstreicht, dass die Initiative aus der Schule selbst heraus gewachsen ist und von vielen getragen wird. Die große Zustimmung zeige, wie sehr das Thema die Schulgemeinschaft bewegt. Schule sei nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Ort, an dem demokratische Werte gelebt und verteidigt werden müssen.

Auch Schulsozialarbeiterin Josephine Röhrig macht deutlich, dass der Titel kein Endpunkt, sondern ein Anfang ist. Entscheidend sei, im Alltag aufmerksam zu bleiben, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam daran zu arbeiten, dass Ausgrenzung keinen Platz hat.

Mit dem Beitritt zum Netzwerk verpflichtet sich das Lingemann-Gymnasium, auch künftig Projekte und Aktionen umzusetzen, die Demokratiebildung, Toleranz und Zivilcourage stärken. Ziel ist es, ein Schulklima zu fördern, in dem Vielfalt selbstverständlich ist und alle Mitglieder der Schulgemeinschaft mit Respekt behandelt werden. Die feierliche Einweihung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist für den 2. Juli geplant und wird mit einem Fest der Vielfalt begangen. Damit setzt die Schule ein klares Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung – und für eine Gemeinschaft, die Haltung zeigt.

Quelle: PM Schülersprecherin Lingemann-Gymnasium

Veröffentlicht von: Arnold Metz


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