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today15. April 2026 38 1
Im Verfahren um den Tod einer 16-jährigen Ukrainerin aus Geisleden vor dem Landgericht Göttingen zeichnet sich eine mögliche neue juristische Bewertung ab. Wie die Thüringer Allgemeine schreibt, hält das Gericht inzwischen auch eine strafrechtliche Verurteilung, etwa wegen Mordes oder Körperverletzung mit Todesfolge, für möglich.
Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll ein 31-jähriger Iraker die Jugendliche im August vergangenen Jahres am Bahnhof Friedland gegen einen vorbeifahrenden Güterzug gestoßen haben. Im Mittelpunkt steht aktuell ein sogenanntes Sicherungsverfahren. Dabei wird geprüft, ob der Beschuldigte aufgrund einer psychischen Erkrankung schuldunfähig ist und dauerhaft in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht werden muss.
Während der Verhandlung wurden mehrere Gutachten vorgestellt. Ein rechtsmedizinischer Sachverständiger sieht keine Anhaltspunkte, die gegen ein mögliches Stoßen sprechen. Gleichzeitig halten Experten es für eher unwahrscheinlich, dass die Jugendliche unbeabsichtigt vom Zug erfasst wurde.
Ein psychiatrisches Gutachten bescheinigt dem Mann eine deutlich eingeschränkte Steuerungsfähigkeit. Eine vollständige Schuldunfähigkeit wird jedoch nicht eindeutig festgestellt.
Zur möglichen Motivation der Tat gibt es bislang keine gesicherten Erkenntnisse. Der Beschuldigte hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Plädoyers werden in der kommenden Woche erwartet.
Quelle: Thüringer Allgemeine (redaktionell zusammengefasst), https://www.thueringer-allgemeine.de/panorama/article411723042/gericht-schliesst-verbrechen-beim-tod-der-16-jaehrigen-liana-aus-thueringen-nicht-aus.html
Bild: Symbolbild ChatGPT
Geschrieben von: Ramon Markert
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